Das „UFO portabel“ ist ein kleines, tragbares und flexibel einsetzbares Unterwasser-Fisch-Observatorium (UFO), das sich seit Freitag, den 23. Juli 2021 in Eckernförde am Kopf des Steges beim Ostsee-Informations-Center in etwa 7 m Tiefe im wissenschaftlichen Einsatz befindet. Dort ist es an ein Leitergestell montiert und auf diese Weise hinsichtlich der Tiefe flexibel einstellbar. Beim „UFO portabel“ handelt es sich um eine kleinere Version des „UFO stationär“, das sich seit längerem in der Kieler Förde in der Nähe des Heizkraftwerks in 8 m Tiefe befindet. Der Unterschied beider UFOs besteht nicht nur in der Größe, sondern auch in der Anzahl der Sensoren, die sich an den beiden UFOs befinden und die die Umweltverhältnisse kontinuierlich erfassen. Das „UFO portabel“ verfügt über eine Stereo HD Lowlight Kamera sowie ein bildgebendes Sonar (Teledyne Reson Blueview P450-130) und einen EMO Mini-T Multiplexer, während der große Bruder (das „UFO stationär“) ein höherauflösendes Sonar sowie noch zusätzliche Umweltsensoren enthält. Im Rahmen des durch die Bundesanstalt für Landwirtschaft und Ernährung (BLE) geförderten Verbundprojekts „UFOTriNet“ sammeln beide UFOs mit Hilfe ihrer akustischen (Sonar) und optischen (Stereo-Kameras) Sensoren kontinuierlich Daten über die schwimmende Fischfauna in ihrer unmittelbaren Nähe (das „UFO stationär“ zusätzlich über die Umweltverhältnisse) und erlauben so genauere wissenschaftliche Aussagen über die Dichte von Fischpopulationen und deren Veränderungen in diesen beiden Gebieten. Dabei fungieren die Sonare beider UFOs quasi als „Ohren“, die Signale von weiter entfernt schwimmenden Fischen erfassen können, und die hochauflösenden Stereo-Kameras als „Augen“ im Nahbereich.

Das im Januar von Tauchern tot aufgefundene Delfinweibchen ist ohne Fremdeinwirkungen gestorben. Nachdem es im ITAW in Büsum untersucht worden ist, hat sich herausgestellt, dass das Tier an einer Lungenentzündung gestorben ist.
Die Pressemitteilung des ITAWs zur Todesursache des Tieres finden sie hier.

Nachdem das Delfin-Weibchen sich nun fast ein Jahr bei uns in der Eckernförder Bucht aufgehalten hat, ist es am Mittwoch, 27.01.2021, von Tauchern tot auf dem Grund der Ostsee gefunden worden. Bald nach ihrer Ankunft vor Hemmelmark hatte das Tier sich vor allem auch aufgrund ihrer Standorttreue zu einem Besuchermagneten entwickelt und bei vielen Menschen für große Freude gesorgt. Leider war dabei das Ausmaß der Delfin-Beobachtungen nicht immer gutzuheißen. Die Regeln einer für Tier und Mensch verträglichen Walbeobachtung wurden oft missachtet. Woran der Delfin letztendlich genau gestorben ist, ist noch unklar. Das Tier ist zurzeit zur Untersuchung beim ITAW (Institut für terrestrische und aquatische Wildtierforschung) in Büsum.

Pressemittteilung des ITAWs (Institut für terrestrische und aquatische Wildtierforschung, Büsum) und dem Ostsee Info Center in Kooperation mit weiteren Akteuren aus dem Bereich Meeressäuger

Seit einigen Wochen hält sich ein Gemeiner Delfin (Delphinus delphis) in der Eckernförder Bucht auf. Da es vermehrt zu Fragen kommt und Gerüchte entstehen, haben wir für Sie die Fakten und die aktuelle Lage zusammengefasst.

Es ist ein weltweites Phänomen, dass einzelne Delfine unterschiedlicher Arten in Buchten und Flussmündungen auftauchen und dort für Wochen oder Monate bleiben. Warum diese Delfine dies tun, ist unbekannt. Es kursieren verschiedene Theorien. Eine häufige Annahme ist, dass anfänglich ein attraktives Nahrungsangebot eine Rolle spielen könnte. 

Bei dem Delfin in der Eckernförder Bucht handelt es sich um ein jüngeres Weibchen. Seitdem das Tier erstmals beobachtet wurde, hat es Hautveränderungen entwickelt. Solche Veränderungen werden weltweit auch bei anderen einzelnen Individuen beobachtet. In der Regel werden sie durch Infektionserkrankungen hervorgerufen. Auslöser können beispielsweise Viren wie Pockenviren sein, die zu diesen sogenannten „Tattoo-Läsionen führen. Sekundär können Bakterien oder Pilze die Haut zusätzlich infizieren. Häufig werden derartige Erkrankungen durch Stress und eine geschwächte Immunabwehr begünstigt. Auch Umweltchemikalien werden als einer der begünstigenden Faktoren diskutiert. Solange diese Delfine keine anderweitigen gesundheitlichen Probleme haben, können sie sich von diesen Hautläsionen, die meistens in der obersten Hautschicht bleiben und schlimm aussehen, erholen.

Bei dem Delfin aus der Eckernförder Bucht haben sich die Veränderungen im Laufe der Zeit ausgebreitet und sind zum Teil auch tiefer geworden. Es scheint aber dennoch so, dass sie immer noch auf die oberste Hautschicht (Epidermis) beschränkt sind und nicht in das darunter liegende Unterhautfett (Blubber) reichen. Der Blubber ist eine mehrere Zentimeter dicke Fettschicht bei Walen und Robben. Auch blutende Wunden konnten bisher nicht entdeckt werden, sodass die Hautschädigungen das Tier bisher nicht sehr schwerwiegend zu beeinträchtigen scheinen. Eine Möglichkeit, das Tier zu behandeln, besteht leider nicht. Unter Umständen leidet das Tier unter Juckreiz, weshalb es häufiger an der Tonne zu sehen ist. Ansonsten macht der Delfin einen agilen Eindruck und auch der Ernährungszustand erscheint weiterhin gut.